Die GASStory

In mehreren Teilen wird an dieser Stelle von verschiedenen Autoren die Geschichte unnseres Vereins(-lebens) erzählt. Unter dem Menüpunkt "GASS Intern" bieten desweiteren alte Ausgaben der GASSette eine feine Möglichkeit, in weiteren Erinnerungen zu schwelgen, und Protokolle vergangener Mitgliedervesammlungen liefern weitere Information.

Die Jahre 1971 - 1984
von Martin Liebermann

Es ist sicherlich nicht möglich, von der "Geschichte" von GASS zu sprechen, ohne immer wieder auf die Gesellschaft für Deutsch-Australisch/Neuseeländischen Schüleraustausch e.V. zu kommen - zu eng ist GASS-Germany mit der Gesellschaft verbunden (das muß ja wohl so sein).

Trotzdem gibt es eine GASS-eigene "Vergangenheit" und ich habe mich einmal daran gemacht, sie so niederzuschreiben, wie sie mir in Erinnerung geblieben ist. Einige von den ganz "frühen" werden vielleicht noch Einzelheiten wissen, die mir entgangen sind, das können wir vielleicht irgendwann später noch nachtragen.

Anfangen muß ich natürlich mit den ersten deutschen Stipendiaten, die nach Australien geflogen sind. Das waren im Sommer 1971 zwei Schüler, Ruth Köhler und Thomas Adler  (zum Vergleich: die ersten Australier kamen 1968/69).
Die Zahl der deutschen Austauschschüler steigerte sich nur langsam. Bis 1976 hatten erst 35 deutsche Schüler ein Stipendium erhalten (in dieser Zeit waren 175 (!) Australier in Deutschland gewesen).

Bis zum Frühjahr 1977 hat es dann auch gedauert, bis GASS Germany hier in Deutschland - nach australischem Vorbild, dort gibt es GASS seit 1970 - gegründet wurde. Dieser Verdienst gebührt Sabine Jeuthe und Barbara Schulte-Hobein, die damals beide in Ludwigshafen wohnten und am 8. Februar 1977 das erste Rundschreiben von GASS verfaßten, mit dem sie alle 35 bis dahin in Australien gewesenen Stipendiaten anschrieben. Sabine und Barbara schrieben damals bereits, ihr Hauptanliegen wäre ein jährliches Treffen der deutschen und australischen Austauschschüler irgendwo in Deutschland.

Und so fand auch schon im Juni 1977 das erste Sommertreffen statt. Zwölf Austauschschüler trafen sich damals in Bad Godesberg. Schon dort wurde beschlossen, eine Kontaktliste für die australischen und neuseeländischen Stipendiaten zu erstellen, ein Wintercamp zu veranstalten und die Austauschschüler am Flughafen zu begrüßen. Der Mitgliedsbeitrag wurde auf 10,- DM festgelegt.

Im Januar 1978 fand das erste Wintertreffen, zu dem auch die Australier und Neuseeländer eingeladen waren, mit 70 Teilnehmern in Köln statt.  (Wer vergleichen möchte:  50,- DM wurden damals verlangt.)

Im April 1978 haben sich dann einige wenige von uns in Heidelberg getroffen und über das weitere Bestehen unseres Vereins diskutiert. So wesentlich anderes als heute waren unsere Probleme damals auch nicht. Hauptanliegen waren immer das nächste Treffen und unsere Zusammenarbeit mit der Gesellschaft in Hamburg.

Zu jener Zeit war der Geschäftsführer Herr Scheel, mit dem Sabine sich - soweit ich weiß - gut verstand. Ich bin nicht ganz sicher, seit wann Mitglieder von GASS Germany bei den Interviews dabei sind, aber bestimmt seit der "Amtszeit" von Herrn Scheel, ich meine erstmals 1978.

Im Herbst 1978 habe ich Sabine angeboten, sie bei Ihrer Arbeit für den Schüleraustausch zu unterstützen und das Amt des Kassenwartes übernommen.

Im Januar 1979 veranstalteten wir dann das zweite Wintertreffen in Freiburg. So viele Teilnehmer wie in Köln konnten nicht kommen, aber 34 Schüler fanden doch hierher. Das Treffen fand nur für zwei Tage statt: Anreise Freitag abend, Abreise Sonntag im Laufe des Tages. Trotzdem hatten wir sehr viel  Spaß.

Das Jahr 1979 war in jeder Beziehung ein besonderes Jahr. Es begann damit, daß die neuseeländischen und australischen Stipendiaten zu einem Besuch nach Bonn eingeladen wurden und bei dieser Gelegenheit vom damaligen Bundespräsidenten Scheel zu einem Empfang eingeladen waren. Anschließend empfang der australische Botschafter die Stipendiaten in seiner Wohnung, ein Ereignis, das seither jedes Jahr am Ende des Aufenthaltes der Austauschschüler in Deutschland stattfindet.

Zu Pfingsten 1979 trafen wir uns in Melsungen. Viele Veränderungen fanden dort statt, viele Neuerungen hatten wir beschlossen. Deswegen will ich über dieses Treffen ausführlicher berichten. Auf der Tagesordnung stand die Verteilung von Ämtern, die Wahl eines neuen Vorstands, sowie die nächsten Treffen. Bisher hatten Sabine und Barbara die anfallende Arbeit fast ausschließlich alleine erledigen müssen. Das ihnen das neben dem Studium zuviel geworden war, ist verständlich. Glücklicherweise waren in Melsungen mehrere Mitglieder bereit, Ämter anzunehmen. So wurde ein Organisationskomitee gewählt, das die Aufgabe hatte, die Betreuung der Australier und Neuseeländer, der Gastfamilien etc. durchzuführen. Canan Biritz, Henning Hoffmeier, Uwe Rüppel und Reinhard Nigl hatten diese Aufgabe übernommen. Reinhard ist zusätzlich unser Schriftführer geworden und erklärte sich bereit, das nächste Wintertreffen in München vorzubereiten. Schließlich gab Sabine noch ihr Präsidentenamt ab. Sie übernahm das Finanzressort von mir und ich wurde an ihrer Stelle zum Präsidenten gewählt. Auf diesem Treffen in Melsungen beschlossen wir auch, erstmals GASS-Sweatshirts herstellen zu lassen. Die meisten kennen unsere Pullover ja inzwischen. 35 ,- DM haben sie gekostet und die ersten deutschen Stipendiaten konnten sie schon 1979 mit nach Australien nehmen !

In Melsungen war beschlossen worden, dem Verein eine Satzung zu geben und ihn dann ins Vereinsregister eintragen zu lassen, um uns die Vorteile eines "e.V." zu verschaffen. Also wurde fast den ganzen Sommer lang über eine Vereinssatzung gegrübelt. Na ja, am Ende haben wir dann die Satzung der Gesellschaft in Hamburg auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten.

Ende August 1979 war es dann endlich soweit. Acht Gründungsmitglieder haben sich bei Heidelberg getroffen, um den Verein offiziell zu gründen. Da das für uns ja doch ein wichtiger Schritt war, will ich hier diese Mitglieder anführen: Christa Raabe, Petra Franke,  Andrea Wegmann, Melinda Leong, Sabine Jeuthe, Reinhard Nigl, Rolf Schweitzer und Martin Liebermann. Am 20. November 1979 ist GASS Germany dann in das Vereinsregister in Baden-Baden eingetragen worden. Baden-Baden haben wir zu Ehren von Herrn von Einem-Joosten, dem Gründer des Schüleraustausches, ausgesucht, da damals bereits bekannt war, daß Herr und Frau von Einem-Joosten ihren Altersruhesitz von Melbourne, Australien, nach Baden-Baden verlegen würden.

In München fand das Wintertreffen 1979/80 statt. Diesmal von Donnerstag abend bis Sonntag früh. Vierundachtzig Stipendiaten, Gastgeschwister und Mitglieder sind gekommen. Bei diesem Treffen wurde in einer kurzen Mitgliederversammlung beschlossen, den Mietgliedsbeitrag auf 20,- DM anzuheben, um die gestiegenen Kosten zu decken. Viel bleibt in diesem Jahr nicht zu erwähnen, das nächste ist das Pfingsttreffen 1980 in Ettenheim (in der Nähe von Freiburg). Im Sinne der damals erstmals angewandten Satzung wählten wir einen neuen - dreiteiligen - Vorstand. Zum Vorsitzenden wurde Martin Liebermann gewählt, Stellvertreter wurden Reinhard Nigl und Heiner Tillmanns. Heiner wurde zusätzlich unser Kassenwart. Wichtigster Beschluß der Mitgliederversammlung in Ettenheim war, daß von da an alle Gastfamilien besucht werden sollten, bevor ein Stipendiat zu ihnen kommt, was ja inzwischen mehr oder weniger gut funktioniert.

Es wurde beschlossen, das Wintertreffen 1980/81 in Osterode zu veranstalten, vor allem auch, da Ingo Martin zum Organisator gewählt worden war und er so das Treffen in aller Ruhe daheim vorbereiten konnte. Es war unser erstes Treffen von der Länge der heutigen, also über drei ganze Tage. Ingo hatte sich auch einen besonderen Programmpunkt einfallen lassen, das war unsere erste Überraschung, die es danach bei jedem Treffen gab. Und das war das Programm: Freitag abend Anreise nach Osterode und Abendessen in der Jugendherberge. Am Samstag sind wir zu einem Tagesausflug nach Göttingen gefahren, am Sonntag dann durch den Harz und zur Zonengrenze. Als Überraschung hatte Ingo ein ganzes Spanferkel bestellt, etwas, das die Stipendiaten daheim bestimmt nicht so schnell bekommen. Am Montag, unserem letzten Tag in Osterode, gabs beim Bürgermeister Sekt, eine riesige Schneeballschlacht und am Abend die Abschlußfete.

Im Frühjahr 1981 kam die erste Ausgabe der GASSette heraus, bis dahin waren immer, wenn nötig, einfache Rundschreiben verschickt worden. Die GASSette war von Anfang an als vierteljährliche Vereinszeitschrift gedacht, die alle Informationen über uns, aber auch über Neuseeland und Australien enthallten sollte, zum Beispiel auch die Einladungen zu den Treffen. Außerdem wurde noch die GASS Germany Library gegründet. Die Anregung  dazu kam von Herrn von Einem-Joosten, der uns das erste Buch, "Scenic Wonders of Australia", schenkte. Inzwischen sind schon eine Menge anderer Bücher dazugekommen, die von dem jeweiligen GASS-Präsidenten verwahrt werden.

Das nächste Treffen fand im Sommer 1981 in Lorch statt, mit einer richtig langen Tagesordnung. Probleme mit den australischen Reiseleitern wurden diskutiert, die Werbung und der Besuch der potentiellen Gastfamilie wurde besprochen und schließlich noch wurde Petra Franke für Reinhard Vorstandsmitglied, da der sich für längere Zeit in Australien aufzuhalten gedachte.

Für das Wintertreffen 1981/2 in Lübeck waren Katrin Siebenmarck und Roland Bredow verantwortlich, die wohl eines unser bisher am großartigsten Treffen vorbereiteten. Allein schon die Überraschung war ein Höhepunkt! Als Unterkunft hatten Katrin und Roland die "Passat" angemietet, ein echtes Viermastsegelschiff, das nach mehreren Jahren Seefahrt in Lübeck-Travemünde angelegt hatte. Stadtführung, Kaffetrinken bei "Niederegger" (Marzipan!), Besuch im Wellenbad, eine Butterfahrt und auch eine Busfahrt an die deutsch-deutsche Grenze und in die nähere Umgebung von Lübeck standen auf dem Programm. Und am letzten Abend natürlich eine rechte Abschiedsfete.

In den ersten Monaten 1982 wurden von Herrn Rieckmann (der zu der Zeit Geschäftsführer der Gesellschaft in Hamburg war)  und mir die neuen Fragebögen und Merkblätter ausgearbeitet, um endlich den möglichen Gastfamilien handfeste Informationen zuschicken zu können. Vor allem verbanden wir mit diesen neuen Fragebögen gleichzeitig die Verpflichtung der Stipendiaten, an unserem (inzwischen wohl gut eingespielten) Lehrgang teilzunehmen. Den Lehrgang haben wir beschlossen, nachdem in den beiden Jahren davor einige Beschwerden über die Austauschschüler aus Australien gekommen waren. Etwa gleichzeitig erklärte sich die Gesellschaft in Australien bereit, uns das "Matching" der australischen Stipendiaten zu Gastfamilien hier in Deutschland durchführen zu lassen. Das wird nun seit 1982 auch von unserem GASS-Vorstand und dem Geschäftsführer der Gesellschaft in Hamburg durchgeführt.

Mit dem Pfingsttreffen 1982 in Passau endete meine Amtszeit als Präsident von GASS Germany e.V., weswegen ich ab jetzt eigentlich nur noch über die Treffen berichten  kann und was ich sonst noch so am Rande mitbekommen habe. In Passau wählten wir Burschi (Ernst-Albrecht von Moreau) zum neuen Vorstandsvorsitzenden, Heiner blieb im Amt. Wir haben über den Lehrgang, den Besuch und die Auswahl der Gastfamilien, eine passive Mitgliedschaft für "Nichtaustralienfahrer" (was abgelehnt wurde) und die nächsten Treffen diskutiert.

Nürnburg 1983 war unser nächstes Wintercamp, wieder ein großartiges Treffen, wie diejenigen, die dabei waren, sicherlich bestätigen können. Ich kann eigentlich nur immer wieder betonen, daß jeder, der nicht zum Treffen kommt, nur selber schuld ist!
In Nürnburg wurden wir ins Rathaus eingeladen zu einem kleinen Imbiß, wir waren im Spielzeugmuseum und im Verkehrsmuseum. Entlang der Burgenstraße fuhren wir nach Rothenburg ob der Tauber. Eine Abschiedsfete ist jedes Jahr dabei, so wurde auch hier der letzte Abend verbracht.  Und als Überraschung waren wir bei einer Laienspielgruppe in einem winzigen Marionettentheater und haben den "gestiefelten Kater" gesehen.

Pfingsten 1983 waren wir am Möhnesee, und zu diesem Treffen will ich eigentlich nur berichten, daß es unser bisher schlimmstes war bzw. die schrecklichste Jugendherberge, in der wir bisher waren. Wer dort war, weiß bestimmt, was ich meine.

Dafür hatten wir im darauffolgenden Winter 1983/84 ein umso schöneres Treffen. Und zwar hatten wir (diesmal zwischen Weihnachten und Silvester) Gemen - ganz in der Nähe von Münster - für das Treffen ausgesucht. Dort übernachteten wir in einer mittelalterlichen Wasserburg. Das war natürlich ein Erlebnis für die Neuseeländer und Australier. Es wurde eine Art Schnitzeljagd veranstaltet, ein Dia-Abend und eine Busfahrt nach Münster/Westfalen. Die Überraschung war ein Amateurzauberer, der versuchte, uns mit seinen Tricks zu verblüffen, was ihm wohl nicht immer so ganz gelungen ist.

Zu Pfingsten 1984 haben wir uns in Wetzlar getroffen, wieder in einer Jugendherberge; aber diesmal kannten wir die Herbergseltern und man muß sagen, daß der Aufenthalt auch ganz toll war, weswegen wir dieses Jahr (1985) Pfingsten wieder dort waren.

Aber eigentlich bin ich ja jetzt mit meiner kleinen "Geschichte" up to date, die meisten sind ja wohl seit Pfingsten 1984 oder dem nächsten Wintertreffen in Marburg dabei.

Vielleicht kann ich (oder ein anderer der "Älteren") in ein paar Jahren berichten.


Martin Liebermann, Freiburg im Juli 1985.

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Die Jahre 1983 - 1991
von Holger Weyland

Ich glaube, nach fünfeinhalb Jahren ist es nun Zeit, die von Martin Liebermann begonnene "Geschichte von GASS Germany" weiterzuführen. Mit Erschrecken mußte ich auf dem letzten Camp auf Burg Lichtenberg feststellen, daß ich dort der drittälteste Teilnehmer war. Also gehöre ich wohl auch mittlerweile zu den "Älteren", die Martin in seinem letzten Satz der "Geschichte" meinte.

Mein erstes GASS-Camp war das vom Januar 1983 in Nürnberg. Wahrscheinlich geht es auch heute noch den `Neuen` meistens so wie mir damals: von über einhundert Camp-Teilnehmern kannte ich vorher nur einige wenige. Und so war ich schon alleine aufgrund der Tatsache, so viele neue Leute kennenzulernen, völlig überwältigt. Ich glaube, wir haben uns schon damals in unserer Stipendiatengruppe recht gut angefreundet und noch heute erinnere ich mich unheimlich gerne an das Jahr 1983, in dem wir so viel Schönes miteinander erlebt haben.

Und so war auch letzlich das Pfingstcamp 1983 am Möhnesee ein Erfolg, obwohl dort wirklich die schlechteste Jugendherberge war, die ich je kennengelernt habe. Im Vereinsvorstand gab es wieder einige Veränderungen: Nicola Linke wurde stellvertretende Vereinspräsidentin und Toby Meier übernahm das Amt des Kassenwartes.

Wie Martin schon erwähnte, war das folgende Camp in Gemen dann wieder Spitzenklasse. Obendrein gab es noch eine Geburtstagsfeier: Michael Langner bekam einen Kuchen in Form einer Autralien-Silhouette mit jeder Menge Kerzen darauf und ein etwa hundertköpfiger, internationaler Jugendchor sang "Happy Birthday".

Zu Pfingsten 1984 waren wir dann zum ersten Mal in der Jugendherberge Wetzlar, die wirklich eine der allerbesten ist: tagsüber waren die netten Herbergseltern für uns da und nachts machte der Bruder (?) des Herbergsvaters den "Barkeeper" und "Diskjockey" für uns (teilweise bis fünf Uhr morgens !).

Auf der Mitgliederversammlung wurde (dem nicht anwesenden) Herrn Steinbrück für sein Engagement als Geschäftsführer in unserem Schüleraustausch gedankt. Sein Amt war von Herrn Gräber übernommen worden. Nach Ablauf von Burschis Amtszeit als GASS-Präsident wählten wir nun Andreas Staszewski aus Lübeck zum neuen Vorsitzenden. Es war eine spannende Wahl, denn Andreas bekam nur eine Stimme mehr als Carsten Wolff.

Natürlich machten wir auch eine Stadtführung und wandelten sozusagen auf Goethes Spuren. Ansonsten war das Camp sehr, sehr sportlich: neben dem üblichen Australian Football versuchten auch einige, Cricket zu spielen, wobei natürlich lebhaft über die Regeln diskutiert wurde. Ein weiterer Höhepunkt war sicherlich auch der Besuch von Frau Schwabsky, Vertreterin der australischen Botschaft. Sie wurde von einem Aborigine-Musiker begleitet, der uns bestimmt alle mit seinen Didjerido-Klängen faszinierte! Und zum Abschluß gab es ein zünftiges Grillfest, bis tief in die Nacht hinein...

Im schönen Hessen, genauer gesagt, in Marburg, trafen wir uns auch wieder im Januar 1985. Dieses Camp, für das Uli Höhn verantwortlich war, gilt als eines der am besten organisierten überhaupt! Wir besichtigten die Stadt und die Elisabethkirche. Danach wurden wir im Rathaus empfangen, wo uns der Leiter der Fremdenverkehrsabteilung noch mehr über Marburg erzählte.
Der Höhepunkt war wohl der nächste Tag: eine ausgeklügelte Tour führte uns nach Alsfeld, dann nach Hünfeld, wo wir Gäste des Bundesgrenzschutz waren: nach einem Mittagessen sahen wir einen Film über die deutsch-deutsche Grenze und diskutierten natürlich noch mit den BGS-Leuten darüber, bevor wir zur Zonengrenze fuhren, um Zaun, Todesstreifen etc. in natura zu sehen. - wahrlich nicht nur für die australischen und neuseeländischen Teilnehmer tief beeindruckend! Danach ging es bei eisigen Temperaturen (dieses Camp war bestimmt auch das kälteste, das ich bisher erlebt habe) nach Fulda. Hier besichtigten wir die Michaeliskapelle (erbaut 820 n. Chr.!) und den Dom, sofern man nicht die wohltuende Wärme in einem Café nötiger hatte.
Am abend fuhren wir schließlich nach Angersbach: zu unserer Überraschung kamen wir gerade rechtzeitig, um nach einigen Bechern Glühwein zu erleben, wie das Rathaus von den Narren mit dem Prinzenpaar an der Spitze gestürmt und erobert wurde.
Wir unterstützten die Narren nach Kräften mit unseren Schneebällen gegen das Rathaus, bis der Bürgermeister aufgeben mußte und dem Prinzenpaar die Stadtschlüssel überreichte. Nun hatten wir uns das Abendessen im benachbarten Gasthaus, eine echte hessische Spezialität, redlich verdient. Und als wir schon alle dachten: "War das ein herrlicher Tag...", kam noch eine Überraschung - eine Trachtengruppe führte uns ihre Tänze vor. Als auch danach die Kapelle noch weiterspielte, tanzten wir schließlich in unseren dicken Winterstiefeln Walzer! Auch der Rest des Programms war einfach super. Leider geht alles Schöne wohl irgendwann zu ende und so feierten wir ganz oben in der Altstadt von Marburg, ich glaube, es war sogar auf dem Burggelände, ein traurig-glückliches Abschiedsfest.

Tja, auch das Pfingstcamp 1985 fand wieder in Hessen statt. Da uns Wetzlar im Jahr zuvor so außerordentlich gut gefallen hatte, machten wir eine Ausnahme von der sonst üblichen Praxis und wählten die dortige Jugendherberge zum zweiten Mal zum Ziel unseres Treffens. Das Programm war, auch wegen des schönen Wetters, wieder sehr sportlich orientiert.

Auf der Mitgliederversammlung haben wir diesmal unheimlich viel gewählt: Andrea Wegmann und Rolf Schweitzer wurden Rechnungsprüfer und wir beschlossen, das Geschäftsjahr neu festzulegen. Annette von Einem wurde zweite Vorsitzende und Nicola Linke übernahm das Finanzressort. Wir diskutierten auch über kleine Meinungsverschiedenheiten zwischen Herrn Gräber, unserem Präsidenten Andreas Staszewski und den meisten Anwesenden bezüglich der Auswahl der Stipendiaten. Letztlich hat immer die Gesellschaft in Hamburg das Sagen bei der Verteilung der Stipendien, aber ich glaube, seit wir die Gesellschaft bei der Organisation des Austauschprogrammes unterstützen, haben wir auch das Recht immer wieder unsere Meinung zu bestimmten Fragen beizusteuern.

Für mich persönlich war diese Versammlung besonders wichtig, da Memo (Carsten Wolff) und ich die Redaktion der GASSette übernahmen, die bis dahin wohl im wesentlichen in Freiburg von Liebermanns und Horst Kiechle geführt worden war. Seit der Ausgabe 3/85 machten wir die GASSette nun in Wuppertal. Natürlich war die Arbeit an "unseren" ersten Ausgaben aufregend und teilweise recht langwierig. Wir hatten so gut wie gar keine Erfahrung mit Schülerzeitungen oder Fotokopierern und kaum Unterstützung durch Computer. So sehen auch unsere damaligen "Werke" im Vergleich zur heutigen GASSette recht schwach aus. Aber es machte auch von Anfang an eine Menge Spaß!

Das Wintercamp fand - ausnahmweise in den letzten Dezembertagen des Jahres 1985 - in Regensburg statt. Und hier der Exklusivbericht eines Überlebenden: "Leider kamen wir erst gegen 21 Uhr in Regensburg an. In der JH war schon die Hölle los. Toby Meier agierte als Spielleiter in unserem Tagesraum. Als wir ankamen, war anscheinend schon einiges gelaufen. Nachdem wir alle begrüßt hatten, konnten wir noch am letzten Spiel `Reise nach Jerusalem` teilnehmen. Im Finale gewann Toby gegen Nils Rausch. Allerdings wäre Toby vermutlich disqualifiziert worden, wenn er nicht selbst auch Schiedsrichter gewesen wäre. Der Rest des Abends spielte sich in feucht-fröhlicher Atmosphäre auf den Zimmern und Gängen ab. Am nächsten Morgen: erster Teil des Kulturprogramms - eine Stadtführung. Wir erfuhren unter anderem, daß wir den Dom wegen Reparaturen leider nicht von innen sehen konnten und daß einige Häuser am Donauufer Gefahr laufen, mit der Zeit in den Fluß abzurutschen. Viel wichtiger für die meisten GASS-Leute war jedoch der folgende Großeinkauf.

Am Abend erlebten wir den ersten Höhepunkt des Camps: Herr Fritz von Einem-Joosten, der Gründer der Gesellschaft für Deutsch-Australischen Schüleraustausch, besuchte uns und erzählte uns in bemerkenswerter Weise von seinem Leben und seiner Idee. Wir waren tief beeindruckt!

Am Sonntag unternahmen wir eine Busfahrt zur Walhalla und zur Befreiungshalle, zwei Bauwerke Ludwigs des I. von Bayern. In der folgenden Nacht kam es zu früher Stunde zu einer Kissenschlacht zwischen ausdauernden Insidern, bei der mal wieder der `Bayern-Preussen-Konflikt` deutlich wurde. Sie fand dann ein jähes Ende, als ein Wuppertaler von dem wohl lautesten Passauer als Rammbock für eine Glasscheibe in der JH mißbraucht wurde (keine Angst, war halb so schlimm!). Nach diesem Schock wurden wir am nächsten Morgen vom Bürgermeister empfangen und durften anschließend im Rathaus die Folterkammern besichtigen (heute nicht mehr in Gebrauch). Nach der Abschlußfeier verließen wir (Wuppertaler) am letzten Tag des Jahres 1985 dann in aller Frühe fluchtartig die Stadt..."

In Schotten (wieder mal in Hessen) wurde dann auf dem Pfingstcamp 1986 eine neue Vereinspräsidentin gewählt: Heike Niebergall aus Wuppertal. Eine der wichtigsten Aufgaben ihrer Amtszeit war wohl die 200-Jahr-Feier Australiens, über die wir damals schon ausgiebig diskutierten. Ansonsten sprachen wir auf der Mitgliederversammlung hauptsächlich über organisatorische Punkte.

Ohne Wissen der meisten GASS-Mitglieder heirateten am 20. Juni 1986 Martin Liebermann und Andrea Wegmann. Aber da sogar eine Trauzeugin eigens aus Australien eingeflogen wurde, blieb uns das natürlich nicht lange verborgen. Und sogar in England wurden wohl Prinz Andrew und seine Sarah erst durch diese GASS-Hochzeit richtig ermuntert, drei tage später ebenfalls zu heiraten.

Andrea und Martin organisierten dann auch das Wintercamp in Monschau in der Eifel, das wieder Ende Dezember 1986 stattfand.
Nachdem wir am ersten Tag Monschau erkundet hatten, starteten wir am nächsten Tag einen Ausflug nach Aachen. Ein weiterer Höhepunkt war die Besichtigung einer Glasbläserei. Abends brachte Tanzlehrer Karl Lischke den Stipendiaten aus Übersee europäischer Kultur in Form von Standard- und Lateinamerikanischen Tänzen bei. So wurde aus unserem Burgfest am letzten Abend fast schon ein Ball.

In die Zeit der Interviews im März 1987 fiel leider eine sehr trauriges Ereignis. Herr Kapitan K.H. Gräber, der Geschäftsführer der Gesellschaft für Deutsch-Australischen Schüleraustausch e.V. in Hamburg, verstarb ganz plötzlich und unerwartet. Wir waren tief betroffen.

Die Interviews wurden damals von GASS alleine fortgeführt, bis Herr Max Liebetruth die Nachfolge von Herrn Gräber antrat, unterstützt von Frau Scharfenberg.

Unser nächstes Treffen fand ebenfalls wieder in der Eifel statt: das Pfingstcamp 1987 in Mayen. Höhepunkt des Programms war die Fahrt zur Burg Eltz - jeder kennt sie vom (alten) 500,- DM Schein. Dank des herrlichen Wetters konnten wir dann eine wirklich schöne Wanderung anschließen. Abgerundet wurde der Ausflug dann durch eine Weinprobe in Cochem. Wegen des plötzlich einsetzenden Platzregens verloren wir jedoch vorübergehend die Orientierung und landeten zunächst einmal auf dem falschen Weingut, was erst bemerkt wurde, nachdem einige schon ihr erstes Gläschen probiert hatten. Auf der Mitgliederversammlung wurde Annette von Einem erneut zur Vizepräsidentin gewählt und Anja Blasberg aus Solingen wurde Schatzmeisterin.

Im November des Jahres 1987 mußten wir leider einen weiteren Trauerfall beklagen. Herr Herbert Melchior, Gründer der "Society for New Zealand - German Student Exchange", war bis zu seinem Tod persönlich sehr in unserem Austausch engagiert. So führte er zum Beispiel alle Interviews in Neuseeland durch und bemühte sich immer alle beteiligten Schüler - sowohl aus Neuseeland als auch aus Deutschland - persönlich kennenzulernen. Auf seinen Wunsch richtete seine Familie ein Herbert Melchior Memorial Scholarship ein, mit dem jedes Jahr ein Neuseeländer ausgezeichnet werden soll.

In den hohen Norden fuhren wir dann zum Wintercamp Januar 1988 in Cuxhaven. Die Jugendherberge liegt dort nicht weit vom Nacktbadestrand, aber das Wetter im Januar lud nicht gerade zum Schwimmen im Meer ein. Die frische, stürmische Seeluft erfrischte uns aber auf einer ganzen Reihe von Strandwanderungen. Die marine Atmosphäre verbreitete sich sogar in der Jugendherberge, in deren Eingangshalle zahlreiche Eimer aufgestellt waren, um das durchregnendes Wasser wenigstens zum größten Teil aufzufangen. Ein einmaliges Erlebnis blieb wohl der Ausflug zum Fischmarkt: wir mußten um fünf Uhr morgens aufstehen, wenn ich mich recht erinnere. Am letzten Tag machten wir eine Tour nach Bremerhaven, die auch ganz auf das Meer abgestimmt war: Schiffahrtsmuseum, Nordseeaquarium und Institut für Meeresforschung. Und ein weiteres unvergessliches Erlebnis bleibt für alle, die es miterlebten, die (inoffizielle) "Rede des Bürgermeisters von Juxhaven", die von Konrad Axisa (Victoria) und anderen eines Abends vorgetragen wurde.

Die GASSette Nr. 1/88 war, soweit ich das überblicken kann, die dickste, die wir bisher hatten (von den Yearbooks natürlich abgesehen). Das lag vor allem auch daran, daß Australien wegen seiner 200-Jahres-Feier mehr denn je Gegenstand der Berichterstattung in den deutschen Medien war und wir uns daher kaum vor geeigneten Zeitungsartikeln für die GASSette retten konnten.

Es hatte auf den GASS-Mitgliederversammlungen ja viele große Pläne zur australischen 200-Jahr-Feier gegeben, aber verwirklichen konnten wir nur wenige. - Trotzdem war 1988 auch für uns ein ganz besonderes Jahr: Am 26. Januar 1988 waren in Deutschland in den verschiedenen Regionalsendern wohl eine ganze Reihe Interviews mit GASS-Mitgliedern und australischen Stipendiaten zu hören. Ebenso erschienen in vielen Zeitungen Berichte über unseren Austausch.

Zur Feier des Tages waren außerdem die Stipendiaten in Norddeutschland bei der Gesellschaft in Hamburg eingeladen. Und unsere Vereinspräsidentin Heike Niebergall vertrat GASS Germany auf einem Empfang beim australischen Botschafter, Herrn Greet, anläßlich der 200-Jahr-Feier. Aus dem gleichen Anlaß wurde die Stipendiatengruppe am Ende ihres Aufenthaltes in Bonn nicht nur vom australischen Botschafter empfangen, sondern auch vom deutschen Bundespräsidenten, Herrn von Weizsäcker.

Unser Pfingstcamp 1988 war in Aschaffenburg. Auf der Mitgliederversammlung wußte unser Vereinsvorstand sowohl Positives als auch Negatives zu unserer Beteiligung an der australischen 200-Jahr-Feier zu berichten. Die positiven Punkte waren die Fortschritte zur Vorbereitung des GASS-Balls und diejenigen, die ich bereits erwähnt habe. Negativ war das leider recht magere Echo auf unsere Einladungen zum Ball seitens der sogenannten "Offiziellen", wie zum Beispiel Sponsoren, Botschaftsangehörige, Mitglieder der Gesellschaft in Hamburg etc. Heike Niebergall wurde für weitere zwei Jahre zur Vereinsvorsitzenden von GASS gewählt.

Der GASS-Ball anläßlich der australischen 200-Jahr-Feier fand am 25. Juni auf Schloß Kleeberg (in der Gegend von Passau) statt und wahr wohl ein voller Erfolg. Ganz besonderer Dank dafür gebührt Ernst-Albrecht (Burschi) von Moreau und seiner Familie, die uns sozusagen ihr Schloß für den Ball zur Verfügung stellten und uns auch darüber hinaus nach Kräften unterstützten.
Da ich persönlich leider nicht am Ball teilnehmen konnte, hier ein Originalzitat von Heike Niebergall (GASSette Nr. 4/88):
"Es ist zwar schon einige Monate her, aber ich möchte trotzdem noch auf unseren Sommerball eingehen. Schon deshalb, um mich bei all denen bedanken, die durch ihren Einsatz zum Gelingen des Festes beigetragen haben. Auch wenn zur großen Enttäuschung der Organisatoren bis auf den australischen Botschafter alle `offiziellen` Gäste abgesagt hatten, war das Fest mehr als nur eine GASS-Camp-Fete! - Es war ein toller Ball, auf dem sich alle wohlgefühlt haben, übrigens auch der australische Botschafter und seine Frau, wie sie mir versichert haben. Da der Ball so ein Erfolg war, bleibt jetzt noch zu überlegen, ob wir es 1990 zur 150-Jahr-Feier Neuseelands nicht wiederversuchen solten. Was spricht eigentlich dagegen?"

Das schrieb also Heike damals zum Ball. Übrigens war wohl auch noch Frau Scharfenberg aus Hamburg dort (nicht daß der Eindruck entsteht, die Gesellschaft wäre auf unserem Ball gar nicht vertreten gewesen!).

Natürlich hatte das Jubiläum Australiens auch seine Schattenseiten. Die Medien verschwiegen es nicht und auf meiner Australien- und Neuseelandreise im Sommer 1988 bemerkte ich es auch recht häufig: kaum ein Grund zum Feiern bestand für die australischen Ureinwohner, die Aboriginals. Die australische Regierung ist zwar bemüht, ihre Lage zu verbessern, und entstandenen Schaden zumindest zum Teil wiedergutzumachen. Aber unsere Zivilisation hat die Kultur der Aboriginals wohl unwiderruflich zerstört. Wenn zwar für uns bei GASS die Feiern im Mittelpunkt standen, so wurde doch auch dieses Thema in der GASSette angesprochen und auf den Camps heftig diskutiert.

In Wiesbaden trafen wir uns zum GASS-Wintercamp Anfang Januar 1989. Auf dem Programm standen ein Empfang beim Bürgermeister, die Besichtigung des Kurhaus, am zweiten Tag ein Ausflug nach Frankfurt und am letzten Tag die Fahrt nach Mainz mit einem Besuch beim ZDF und einer Sektprobe bei Kupferberg.

Die Ausgabe Nr. 1/89 der GASSette erschien in einem verbesserten Layout und wurde zum ersten Mal von einem GASS-Germany-Wappen geziert, das ich in Anlehnung an das Wappen der Gesellschaft in Hamburg entworfen hatte.
Das Carsten (Memo) Wolff, der zusammen mit mir 1985 die Redaktion der GASSette übernommen hatte, schon einige Zeit in Kiel studierte, hatte ich sowieso schon einige Ausgaben der GASSette mehr oder weniger alleine (mit Computerunterstützung) gemacht. Aber spätestens im Frühjahr 1989 schied Memo offiziell aus der Redaktion aus, da er nach Australien ging, um dort zu studieren.

Leider konnte ich nicht am Pfingstcamp 1989 in Limburg an der Lahn teilnehmen, aber zum Glück gibt es ja von jeder Mitgliederversammlung ein Protokoll (wie sich das für einen e.V. gehört). Unser Vereinsvorstand informierte uns über den Beschluß der Gesellschaft in Hamburg, die Auswahl der Stipendiaten in Deutschland künftig etwas anders zu organisieren. Dabei sollen sozusagen die Auswahl der Gastfamilien und die der Stipendiaten, die bisher getrennt abliefen, miteinander verbunden werden. Damit wird gewährleistet, daß in der Regel aus jeder deutschen Gastfamilie auch ein Kind als Stipendiat am Austausch teilnehmen kann. Wichtigste organisatorische Veränderung: die Interviews werden schon im Herbst durchgeführt, so daß im Winter schon die Liste der Gastfamilien und Stipendiaten feststeht. Zum neuen Vizepräsidenten wird Stephan Koch aus Bielefeld gewählt. Neuer Kassenwart wird Burkhard Maetzel, Lübeck, knapp vor Sabine Schwabe aus Solingen. Und schließlich übernimmt Nicola Linke die Aufgabe der Kassenprüferin. Es wird beschlossen, aus Anlaß der 150-Jahr-Feier Neuseelands ebenfalls einen GASS-Ball zu organisieren.

Im Dezember 1989 erschien dann unser erstes GASS-YEARBOOK. Anke Tiedt, die mir seit einiger Zeit bei der GASSette half, hatte die Idee dazu gehabt. Das Yearbook soll die Eindrücke der deutschen Stipendiaten von ihrem Aufenthalt in Australien oder Neuseeland zusammenfassen. Für die Stipendiaten ist es sicherlich eine schöne Erinnerung an den Austausch und ihre Gruppe. Und für GASS-Mitglieder und alle, die sich in diesem Schüleraustausch engagieren, ist es bestimmt auch recht gut, auf diese Art ein `Feedback` zu bekommen.

Sehr dankbar sind wir dem Deutschen Ring, in dessen Tagungsstätte in Jesteburg (nicht weit von Hamburg) wir uns im Januar 1990 zum GASS-Wintercamp trafen. Da Unterkunft (in einem für GASS-Camp-Verhältnisse nur als Nobelherberge zu bezeichnenden Haus) und Verpflegung vom Deutschen Ring gespendet wurden, war es auch das `billigste` GASS-Wintercamp, das ich je mitgemacht habe. Und da in der näheren Umgebung der Tagungsstätte nicht so viel los war, war die Gruppe sehr viel zusammen und man konnte viele nette Leute kennenlernen. Mit anderen Worten: das Camp war einfach super!

Natürlich machten wir auch wieder Ausflüge, und zwar diesmal nach Hamburg (Blohm & Voss, Rathaus), Celle und Lüneburg. Die Abende verbrachten wir in unserer `Herberge` mit Spielen, Tanz und Sketchen bzw. Improvisationstheater wobei uns `Alt-GASSler` die `Neuen` durch ihr Engagement überraschten (Vorher hatten wir uns schon fast damit abgefunden, die Jüngeren auf den Camps immer ein wenig unterhalten zu müssen.).

Ach ja, die GASSette 1/90 war übrigens die erste, die auf Recyclingpapier erschien (bis auf ca. 30 Hefte einer Vorab-Ausgabe für die für die Stipendiaten aus Übersee). Ich glaube, das war eine ganz gute Idee, oder?

Im Januar 1990 fand noch ein kleines GASS-Treffen in Wuppertal statt. Mit finanzieller Unterstützung durch die Stadt Wuppertal und einige Firmen fuhren wir mit dem Kaiserwagen der Schwebebahn durch das Tal, besuchten die Firma Bayer, das Engelshaus und das Museum für Frühindustrialisierung. Abgerundet wurde der `Tag in Wuppertal` durch eine kleine Fete bei Stephan Lambach.

Zu Pfingsten 1990 fuhren wir ganz weit in den Süden in eine wunderschöne Gegend, nach Urfeld am Walchensee. Jeder erinnert sich bestimmt gern an die herrlichen Wanderungen und an den Ausflug nach Mittenwald mit dem Besuch des Geigenbaumuseums. Weitere Besichtigungsziele waren das Franc-Marc-Museum in Kochel und das Walchensee-Kraftwerk. Wir wählten auch eine neue Präsidentin: Anke Tiedt übernahm dieses Amt.

Der GASS-Ball aus Anlaß der 150-Jahr-Feier Neuseelands, der im Oktober 1990 stattfinden sollte, mußte leider abgesagt werden. Ich glaube, auch hier zitiere ich am besten wieder die Vereinspräsidentin (Anke Tiedt, GASSette Nr. 4/90):
"Leider ist unsere Idee, die Beziehungen zwischen GASS Germany e.V. und den übrigen organisierenden und fördernden Elementen unseres Austausches durch einen gemeinsamen Ball zu intensivieren, nicht auf die (mit einiger Berechtigung) erwartete Resonanz gestoßen. Es haben sich zwar 80 GASS-Mitglieder angekündigt, die die Stimmung sicherlich gerettet hätten, das eigentliche Ziel wäre jedoch mehr als verfehlt gewesen, weshalb ich mit Heike Niebergall und Burkhard Maetzel die Absage beschloß. Einerseits sahen wir keine Rechtfertigung für den ganz enormen finanziellen und auch organisatorischen Aufwand in einem `Kurz-GASS-Camp-Nr. 3`, vor allem wollten wir aber demonstrieren, daß wir den Aspekt der Gemeinsamkeit aller Beteiligten des Austauschprogrammes durchaus ernstnahmen und ihn als Hauptziel des Balls verstanden." Es war zwar schade, aber ich fand diese Entscheidung durchaus richtig. Ob es jemals wieder einen GASS-Ball geben wird?

Doch nun gleich wieder zu einem sehr erfreulichen Ereignis: das Wintercamp auf Burg Lichtenberg (bei Kusel, falls das jemand weiterhilft) im Januar 1991. Ich glaube, auch hier war wieder entscheidend, daß es in der Umgebung der Jugendherberge kaum Alternativen gab zur Abendgestaltung mit GASS. Ist ein GASS-Camp in einer größeren Stadt, so kann man den Stipendiaten vielleicht mehr und interessantere Besichtigungs-Programmpunkte bieten, aber man lernt dort längst nicht so viele Leute so gut kennen wie in einem`Kaff` (auf gut Deutsch gesagt) und die Stimmung wird dadurch bestimmt nicht besser. So fand ich Burg Lichtenberg (wie auch Jesteburg) fast ideal, zumal Carola Bunse, die für das Camp verantwortlich war, aus ihrer Jahrgangsstufe zwei Diskjockeys engagiert hatte, samt Musikanlage mit allem Drum und Dran (wir mußten das alles auf insgesamt vier (!) Autos verteilen). Auch das Programm war nicht ohne: ein Tagesausflug nach Trier mit Stadtführung, Besichtigung der Porta Nigra und einer - mittlerweile für GASS-Camps fast schon obligatorischen - Weinprobe. Und am nächsten Tag ein Ausflug nach Idar-Oberstein, wo wir Edelsteinschleifereien bewunderten und (natürlich mit leuchtend gelben Schutzhelmen versehen) in einer historischen Kupfermine herumkletterten.

Und die Abende waren einfach toll. Ähnlich wie schon in Jesteburg vergnügten wir uns mit Spielen, Tanzen (die beiden Wuppertaler Diskjockeys waren wirklich gut) und `Theater` (es gab z.B. eine Fortsetzung der Geschichte um den sagenumwobenen `BLOB`). Ein Höhepunkt war natürlich auch der Kostümball am letzten Abend. Ich hatte vorher gar nicht gewußt, daß es in der mittelalterlichen Bekleidungsmode so viele verschiedene Stilrichtungen gab. Und zur Erfrischung spielten wir in dieser Nacht irgendwann auch noch in den Burgruinen eine Runde Verstecken. Sind eigentlich alle wiedergefunden worden?
Nach diesem Camp fiel es mir richtig schwer, zuhause nicht mehr weiterzufeiern und stattdessen wieder zu lernen...

So, liebe Leute, mehr kann ich jetzt nicht mehr schreiben. Erst muß bei GASS Germany e.V. mal wieder was passieren.

Die Arbeit an der GASSette Nr. 1/91 (seit einiger Zeit arbeitet übrigens auch Carola Bunse in der Redaktion mit) wird leider von den Ereignissen am Golf überschattet und ich kann nur noch hoffen, daß sich der Schaden, der durch den Krieg entsteht, in Grenzen hält.

Vielleicht sollte man auch mal irgendwann einen Schüleraustausch zwischen des semitischen Völkern einführen... Manche werden diese Vorstellung sicher für naiv halten, aber ich glaube, ein Schüleraustausch wie der unsrige oder ähnliche Maßnahmen, die durch persönliches Kennenlernen eines fremden Landes und fremder Menschen der `Völkerverständigung` dienen, tragen sicherlich langfristig dazu bei, Kriege zumindest unwahrscheinlicher zu machen.

Ich wünsche uns allen, daß unser Schüleraustausch weiterhin so gut gedeiht wie bisher. Und natürlich hoffe ich , daß in einigen Jahren jemand diese `Geschichte` weiterführt. Sehr gut dazu geeignet wäre sicherlich eine StipendiatIn  des Jahrgangs 1991, die in den nächsten Jahren alles mitbekommt... Aber vielleicht sollte diese GASS-Geschichte auch jedes Jahr vom Vorstand auf den neuesten Stand gebracht werden.


Holger Weyland, Wuppertal im Januar 1991.


PS: - Das, was ich hier geschrieben habe, sind natürlich zum größten Teil meine persönliche Erinnerungen (die ich aber ohne die alten Ausgaben der GASSette gar nicht so zu Papier hätte bringen können).Daher ist es durchaus wahrscheinlich, daß ich wichtige Punkte übersehen oder auch nur anders bewertet habe. Wer also Anmerkungen, Berichtigungen etc. hierzu hat, sollte sich nicht scheuen, mir diese mitzuteilen.

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Die Jahre 1991 - 1995
von Florian Hoser und Sven Macdonald

Und wieder sind einige Jahre ins Land gegangen und so haben wir uns gedacht, daß es einer Fortschreibung der GASS-Geschichte bedürfe, vor allem da wir uns so langsam auch zum alten Eisen zählen. Nachdem Florian sich auch aus dem GASS-Vorstand verabschiedet hat, wollen wir beide nochmal all unsere (Gedächtnis-)Kraft für GASS einsetzen. Eigentlich sollte die GASS-Geschichte schon Ende letzten Jahres veröffentlicht werden, aber meine (Sven) Nachlässigkeit hat die Fertigstellung ein bißchen herausgezögert. Leider konnte ich am letzten GASS-Camp in Passau nicht teilnehmen, daher ist schon jetzt die GASS-Geschichte nicht mehr vollständig. Ich hoffe, daß wir beide einigermaßen wahrheitsgemäß die Vergangenheit dargestellt haben, es sind natürlich vollkommen subjektive Erinnerungen. Also, verzeiht uns schon mal jetzt.

Zuerst möchten wir uns kurz vorstellen, da gerade der letzte Jahrgang bis auf einige Interviews und Gastfamilienbesuche noch nicht "das Vergnügen" hatte, uns kennenzulernen. Wir beide gehören der Wuppertaler Kaderschmiede von GASS Germany an. Florian gehört zum GASS-Jahrgang 1989, d.h. sein erstes Camp war das Wintercamp ´89 in Wiesbaden. Er stürzte sich nicht sofort nach seiner Rückkehr aus Australien (Florian gehört zum Melbourne-Lager) in die aktive GASS-Arbeit, sondern ließ sich erst 1993 in den Vorstand wählen. Er löste dabei den anderen Verfasser dieser Geschichte im Vorstand ab. Sven verweilte im Jahre 1990 in Australien, genauer Sydney, und war damals (und ist es heute auch noch) von der ganzen Geschichte so angetan, daß er sich zur erstbesten Möglichkeit zum 2. Vorsitzenden wählen ließ. Svens erstes Camp war im Januar 1990 in Jesteburg. Daher haben wir beide auch Camps miterlebt, die Holger schon erwähnt hat. Wir wollen die Geschichte nicht zweimal erzählen und steigen im Jahr 1991 in die GASS-Geschichte ein.

Das erste Camp, welches in der bisherigen GASS-Geschichte noch nicht erwähnt wurde, war das Pfingst-Camp in Nördlingen. Nördlingen ist eine hübsche Kleinstadt an der "Romantischen Straße" mit erhaltener Stadtmauer sowie einer reizvollen Altstadt. Dieses Camp wurde von Beate Prüser, einem Mitglied der älteren GASS-Generation, organisiert und das Programm beinhaltete ein Kennenlernen Nördlingens durch Stadtführung und Museumsbesuch sowie eine lange Wanderung mit anschließender Grillfete irgendwo mitten im Wald (Gerüchte besagen, daß die Gruppe für die Hintour 1 Std. und für die Heimwanderung über 3 Std. gebraucht habe). Geprägt wurde das Camp durch die manchmal etwas strenge Leitung von Beates Lebensgefährten, der allen Campteilnehmern unter seinem Rufnamen "Horscht" in Erinnerung geblieben sein dürfte.

Die Mitgliederversammlung brachte einige Veränderung in den Vorstand. Zur Wahl standen das Amt des 2. Vorsitzenden sowie das des Kassenwartes. Sven Macdonald löste Stephan Koch als 2. Vorsitzenden ab und Titus Barsch wurde zum Nachfolger von Burkhard Maetzel als Kassenwart gewählt. Des weiteren gibt es zu berichten, daß Holger Weyland mit seiner langjährigen Redaktionsarbeit für die GASSette aufhörte. Er brachte durch seine sechsjährige Arbeit mit der GASSette eine sehr beständige Konstante bei GASS ein. Man muß nur bedenken, daß seit seinem Abschied aus der GASSette-Redaktion vor fast 5 Jahren das Team der Redaktion dreimal gewechselt hat. Damals übernahm Carola Bunse die Redaktion.

Im Januar 1992 organisierte Sven sein erstes Camp in Worpswede, dem wunderschönen Künstlerdorf in der Nähe von Bremen. Die Jugendherberge hatte den Vorteil, daß sie uns einen eigenen Trakt zur Verfügung stellen konnte, ein kleiner aber nicht zu unterschätzender Vorteil für ein Camp, auf den man als Organisator wenn irgendwie möglich achten sollte. Der Herbergsvater tat dann auch den viel umjubelten Ausspruch "Dann stört Euch doch selber", was wir mit Hilfe der wieder mitgekommenen DJs auch taten. Auf dem offiziellen Programm standen der Kolumbusbahnhof und das Schiffahrtsmuseum in Bremerhafen, das Rathaus und die berühmte Kunstgalerie von Worpswede und natürlich ein Besuch der Stadt Bremen, in der wir vom damaligen Justizsenator Henning Scherff im eindrucksvollen Rathaus begrüßt wurden. Uns wurde damals schon als aufmerksame Zuhörer klar, daß der Mann noch eine Zukunft vor sich hat. An den abschließenden, überaus gelungenen und spaßigen Verkleidungsball "Die Bremer Stadtmusikanten" erinnert eine der besten GASSetten aller Zeiten.

Das Sommercamp 1992 fand in Würzburg statt. Organisiert wurde es von "Chrischpl" (Christian Rudolph). Der erste Tag war geprägt von einem Streik der Bahner. Die mit der Bahn anreisenden GASSies schafften es aber trotz unregelmäßiger, verspäteter Züge bis zum späten Abend zur Jugendherberge. Es konnten sich viele "Alte" aufraffen, um zu diesem Camp zu kommen, was sicherlich auf die Initiative von Chrischpl zurückzuführen ist - für uns auch schon ein "Alter". An den weiteren Tagen machten wir die Stadt inklusive Burg und Residenz unsicher und dem heimischen Wein bescherte unser Aufenthalt ein starkes Umsatzhoch. Auf der Jahreshauptversammlung wurde Anke Tiedt von Swantje de Buhr im Amt der Präsidentin abgelöst. Für uns als Wuppertaler natürlich eine herbe Niederlage gegen das Lager der Lübecker. Dafür bestand der komplette Vorstand nun aus Mitgliedern des GASS-Jahres 1990 (Swantje, Titus und Sven), einem wahrlich hervorragenden Jahrgang (meint zumindest einer der Autoren).

Unter den Stipendiaten des Jahres 1992/93 fanden sich erstmals zwei ostdeutsche Mädchen. Man kommt nicht daran vorbei zu sagen, daß ein paar Unterschiede deutlich wurden, die dazu führten, daß sich die beiden nicht gerade sauwohl fühlten, sondern von dem Auftreten bzw. dem übersteigerten Selbstbewußtsein der Wessis etwas eingeschüchtert wurden. Das Wintercamp in Freiburg kann aber auch aus anderen Gründen als eines der weniger gelungenen bezeichnet werden (wir stellen ja hohe Ansprüche). Lorentz Sellin als Organisator befand sich augenscheinlich im ständigen Gewissenskonflikt zwischen der indiskutablen, weil nicht diskussionsfreudigen Herbergsleitung, der munteren GASS-Truppe und zudem noch seinem Drachen von Schwester mit ihrem Freund als kahlköpfigen Schergen. Die wirklich unerträgliche Kälte bei den Ausflügen nach Basel, in die Innenstadt von Freiburg und in den Schwarzwald (leider schneefrei) konnten auch nicht zur Aufwärmung der Teilnehmer beitragen.

Das Pfingstcamp in Goslar wurde wiederum von Sven organisiert. Dies war sozusagen seine letzte Amtshandlung als stellvertretender Vorsitzender, denn er hörte genauso wie Titus Barsch als Schatzmeister auf. Neu gewählt zu neuen stellvertretenden Vorsitzenden wurden Titus` Bruder Dietrich und Florian. Die GASSette-Redaktion wanderte von Carola Bunse in die Hände von Tina Wachter, Dennis Tietz und Jan Hackemann, die sodann versuchten, die Arbeit über das magische Dreieck Heidelberg-Berlin-Wuppertal zu koordinieren. Zum Programm gehörte eine Führung durch die alte Innenstadt und die noch ältere Kaiserpfalz sowie ein Besuch eines ehemaligen Salzbergwerkes. Außerdem wurde die nähere Umgebung der Jugendherberge durch eine lange Wanderung erkundet. In Ermangelung einer Musikanlage konstituierte sich ein herzerweichend schön singender Chor, der - begleitet vom Pianisten Titus - mit seinem Zirpen und Zwitschern kein Auge trocken ließ. Unbedingt erwähnt werden sollte auch die auf dem mit 45 Teilnehmern relativ kleinen und deswegen auch total intimen Camp stattfindende Diskussion über das Selbstverständnis von GASS. Der bisherige Status quo, daß die Camps von einer kleinen Gruppe ehemaliger GASSies dominiert wurden und sich manche bei ihrem Interesse für den neuen Jahrgang darauf beschränkten, ihnen von der eigenen Reise nach Cairns ("Käärrnz") zu erzählen, sollte - darüber waren sich alle einig - aufgebrochen werden.

Mitte Oktober passierte dann etwas vielleicht für die weitere Zukunft bahnbrechendes. Die Gründung des Australien-Neuseeland-Förderkreises (ANF), besser bekannt als "GASS-Senior", in einem Ort mit dem schönen Namen "Steinau an der Straße". Der Hauptinitiator, erste Vorsitzende und ehemalige GASS-Vorsitzende Ernst-Albrecht von Moreau (bürgerlicher Name Burschi) formulierte sein Ziel so: "Mit der Gründung eines neuen Vereins versuchen wir nicht nur verzweifelte Wiederbelebungsversuche unseres persönlichen Engagements oder ein verrunzeltes Revival von in unseren Köpfen mittlerweile romantisch-verklärten GASS-Camps.[...] Wir sehen vielmehr Bedarf und Aufgabe, eine breite Förderung unseres Schüleraustausches in organisatorischer, ideeller und v.a. finanzieller Hinsicht aufzubauen."

Das Wintercamp 1993/94 fand trotz fehlender Bahnanbindung in Monschau in der Eifel statt. Abhilfe schafften zwei gemietete Busse, die uns die nächsten Tage kreuz und quer durch die Eifel kutschierten. Auf dem Programm standen bei nicht immer optimalem Wetter Besuche in der Sprudelfabrik in Gerolstein und in einem Wildvogelpark sowie Stadtführungen und Rathausempfänge in Monschau und Aachen. In Aachen betätigten sich einige Gassies als Hofsänger, und zwar in und zur Freude der lokalen Bevölkerung vor dem Rathaus. Am zweiten Abend des von Florian organisierten Camps fand zum ersten Mal ein Versuch statt, deutschen und vor allem australischen und neuseeländischen Stipendiaten eine Gelegenheit zu bieten, sich einen ganzen Abend untereinander über ihre Erfahrungen auszutauschen und so festzustellen, daß sie mit ihren Problemen nicht allein sind. Der Erfolg war so überwältigend, insbesondere auf Überseeischer Seite (Groupleaderin war Liz Stone), daß dies von nun an fester Bestandteil eines jeden Wintercamp werden sollte. Außerdem präsentierte Sven das neue GASS-T-Shirt, das eine rege Nachfrage fand. Der Abschlußball stand unter dem Motto "Balle historique".

Zum ersten Mal in einem neuen Bundesland trafen wir uns im Sommer 1994 in Schwerin durch die Initiative von Gerrit Burghart. Auf der Mitgliederversammlung reichte Swantje den Vorsitzendenstab an Henrik Moritz weiter (natürlich nach seiner Wahl durch das gemeine Wahlvolk). Außerdem stellte Burschi den Förderverein vor und der Mitgliedsbeitrag wurde zum ersten Mal seit Jahren auf nunmehr 30.- DM erhöht. Außer den Klängen der Gitarre von Matthias Rasmus wird den Teilnehmern des Camps wohl immer das Schweriner Stadtschloß, die Bootsfahrt zu der Insel Poel und auch der Rathausempfang in Wismar, den Herr Liebetruth zum Anlaß nahm, uns zusammen mit seiner Frau und seinem Schwager einen Kurzbesuch abzustatten, in bester Erinnerung bleiben.

Dietrich Harm und Georg Große Verspohl waren die Organisatoren des Wintercamps 1994/95 in dem Jugendgästehaus am Aasee in Münster. Die Unterbringung war für GASS-Verhältnisse ziemlich nobel und was die Preis- und Abendgestaltung angeht, wenig großzügig. Die hohen Kosten wurden an anderer Stelle wieder hereingeholt und zwar dadurch, daß in der Mensa der nahegelegenen Uni zu Mittag gegessen und die Stadtführung von Georg, Didi und Denise in eigener Regie durchgeführt wurde.
Weitere Höhepunkte waren Besuche in den Rieselfeldern, im Freilichtmuseum Mühlenhof und im Schloß Hülshoff. Die Abschlußfete " Up`n Hoff" fand in der einzigen Kneipe in der Umgebung der Juhe statt, aus der wir bis dahin noch nicht herausgeflogen waren. Es war ein wunderschöner Abend/Nacht und anfängliche Sorgen um die Stimmung in einem gemieteten Saal wurden von den GASSies einfach weggeblasen.

Das letzte Camp, über das wir berichten wollen, fand am Himmelfahrtswochenende 1995 im schicken Finnentrop-Heggen im Sauerland statt. Florian, der dieses Camp organisierte, und Didi Barsch übergaben ihr Amt an Julian Schickel und Wiebke Harm. Neben den von dem nach acht Monaten aus Australien zurückgekehrten Präsidenten Henrik vorgeführten Dias wußten auch der Bürgermeister und der Verwaltungsdirektor der Stadt Finnentrop zu überzeugen. Weitere Stationen waren eine Biggesee- Bootsfahrt, ein Marsch durch die Attahöhle und zum Abschluß ein Blick in das "Black Hole" des Stadtbades von Finnentrop, zu dem uns der Bürgermeister auf Kosten der Stadt eingeladen hatte. Außerdem wurde viel Sport in jeglicher Form betrieben, vom Wandern über Volleyball, Fußball und Footie bis hin zum Schwimmen.

Das war sie also: Die Geschichte von GASS-Germany bis 1995. GASS wird in Zukunft in einem vielleicht etwas kleineren Austauschprogramm bedeutend mehr Verantwortung und Arbeitsaufwand übernehmen, und alle Mitglieder sind dazu aufgerufen, ihre Hilfe anzubieten. Mit dem Förderverein hat GASS eine Fortführung erfahren und der Austausch ein drittes Standbein erhalten. Ohne GASS und den Förderverein, so kann man mit einiger Sicherheit sagen, gäbe es den Austausch in der jetztigen Form schon lange nicht mehr, im Gegenteil: Er wäre nie das geworden, was er heute darstellt. Wir wünschen GASS und dem Förderverein das nötige Engagement und Glück, daß es Ihnen gelingt, den Schüleraustausch zu erhalten und wieder auf feste Füße zu stellen.


Sven Macdonald und Florian Hoser

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Die Jahre 1995 - 2001
von Hartwig „Hardy“ Schnöckel und durchgesehen von Georg Große Verspohl

Mehrfach aufgeschoben, lassen wir nun an dieser Stelle die Geschehnisse der vergangenen sieben Jahre bei und rund um GASS aus unserer Sicht Revue passieren, soweit es unsere Erinnerung zulässt. Vielfach auf die Sprünge geholfen haben uns dabei vergangene Ausgaben der GASSette, aus denen wir zahlreich zitieren. Merke: Schmeiße niemals auch nur eine Ausgabe weg!

Um allen besonders zukünftigen Lesern einen gewissen Eindruck von uns Schreiberlingen zu geben, folgendes: Beide entstammen wir den wunderbaren Jahrgängen 1976 und 1993 – was uns quasi zum Erfolg verurteilt. Schon früh (fast frühestmöglich) erlangten wir im Januar 1998 in Weimar Aufnahme in den erlauchten Kreis der Zehn-Camper, dazu aber mehr weiter unten ...

Vielmehr möchten wir anknüpfen, wo unsere Vorgänger aufhörten – in Finnentrop-Heggen und bei dem was danach passierte. Vom Camp in Finnentrop ist mir in Erinnerung geblieben, dass dort etwas begonnen wurde, was noch einige Male aufgegriffen werden sollte: Die Frage an den Bürgermeister, ob in seiner Stadt Schützenvereine mitsamt dem dazugehörigen Fest eine Tradition habe, manchmal muß man sich eben Fragen aus den Fingern saugen, besonders wenn der Kopf vom Vorabend noch etwas schwer ist.

Neben den Veränderungen im Vorstand, über die im dritten Teil der GASS-Geschichte berichtet wurde, brachte uns dieses Camp auch einen neuen GASSette-Redakteur, nämlich Ralf Laskowski. Er hat der GASSette ein neues, professionelleres Gesicht gegeben und damit uns ein noch größeres Lesevergnügen. Den Versand der GASSette übernahm weiterhin Jan Hackemann.

Wie ein roter Faden werden sich durch diesen Teil der GASS-Geschichte wohl Sätze über Aufgabenumverteilung zwischen Gesellschaft für Dt.-Austr./Neuseel. Schüleraustausch (GDANSA), Australien-Neuseeland-Förderkreis (ANF) und GASS, über finanzielle Notlagen und den ungewissen Fortbestand ziehen – leider. 1995 deutete sich denn auch allmählich der Ausstieg der Hamburg-Süd als Geschäftsstelle der GDANSA an. Erstes Ergebnis der Aufgabenumverteilung war das Auswahlverfahren, welches erstmals vom ANF und GASS selbständig durchgeführt wurde und damit Vorbild bis heute ist.

Das folgende Wintercamp fand in Passau statt und wurde von Stephanie Hutzler organisiert. In der vereinseigenen Presse waren damals folgende Ausführungen zu lesen: „Auf dem Camp in Passau ist es uns sogar gelungen, ins Fernsehen zu kommen! Nun gut, es war ein eher kleiner Lokalsender [...] und die nette Journalistin hat eine Weile gebraucht, um zu verstehen, worum es bei unserem Austausch geht (der Kameramann entschuldigte sich bei uns mit einem resignierten Kopfschütteln)“ und „Also, am 2. Januar kamen wir in Passau an. Da mussten wir erst mal die Koffer den Berg raufschleppen – total ätzend. Naja, dafür haben wir dann später mit den Tüten voller Bier gut trainiert, und als das Camp vorbei war haben Didi und Ralf sogar eine ganze Kiste Bier wieder runtergetragen, hihi.“

An das kommende Camp kann ich mich wegen zeitlich sehr beschränkter Anwesenheit ebenfalls nur bruchstückhaft entsinnen – wenn mir auch der Ausflug nach Wörlitz wohl in Erinnerung ist. Aber der Reihe nach: Anläßlich des Lutherjahres 1996 fand das Camp in der Lutherstadt Wittenberg statt – ob diese Begründung so zu halten ist, wage ich zu bezweifeln, unser Camporganisator Julian Schickel schrieb es so in der Einladung. Sei’s drum, standesgemäß waren wir untergebracht in der örtlichen Burg. Neben der obligatorischen Stadtführung fielen einige Programmpunkte dem schlechten Wetter zum Opfer. Und beinahe sollte das auch für den Wörlitzausflug und die „Gondelfahrt“ gelten. In diesem Park sollten wir einen „Blick von oben auf die wunderschöne Landschaft“ haben. Als wir uns Wörlitz näherten, schien Julian langsam nervös zu werden, da er keinerlei Hügel entdecken konnte und sich fragte, wo hier nur die Gondeln herkommen sollten – und bei alledem regnete es auch noch kräftig. „Doch gekonnt meisterte unser Vize die überraschende Organisationskrise, erklärte die nächste halbe Stunde für Freizeit für Spaziergänge, welche die meisten unter Schirmen und Bäumen verbrachten, und entschloß sich dazu die Gondeltour spontan dem nassen Wetter anzupassen und auf’s Wasser zu verlegen. So betrachteten wir denn die wundervolle Landschaft von oben, indem wir mit zwei Kähnen, um Biertische gereiht [..] von einem allwissenden Jüngling durch ein betörend romantisches Märchenland gerudert wurden. Aaach! Leider war es zumindest dem Boot der älteren GASS-Gemeinde nicht vergönnt zu lange das malerische Panorama der Flussufer „von oben“ zu betrachten, da der flotte Ruderjüngling unsere Schaukelmanöver sowie das Anpöbeln der lustwandelnden Tourimassen“ schnellstmöglichst beenden wollte.

Gewählt haben wir auf dem Camp auch. Henrik stellte sein Amt zur Verfügung, Georg wurde zu seinem Nachfolger gewählt. Berichtet wurde außerdem von dem nun von ANF und GASS eigenständig durchgeführten Auswahlverfahren (Interviews, Familienbesuche, Matching).

An dieses Camp sollte sich ein wunderbares Camp in der wunderbaren Stadt Lübeck anschließen – soviel Lokalpatriotismus sei erlaubt. Organisiert von Anna Grusnick und Andrea Raspe kamen im Januar 1997 endlich wieder einmal über 100 GASSies zusammen, um das neue Jahr gebührend einzuläuten. Sogar auf eine zweite Herberge mussten die GASSies verteilt werden. Neben „GASSie-eigenen Stadtführungen“, Empfang durch den Stadtpräsidenten stand unter anderem ein Abstecher ins unglaublich kalte Travemünde auf dem Programm. Von dem abendlichen Programm soll hier festgehalten werde, dass Stefan Lambach (GASS-Jahrgang 1983) in Lübeck für seine 25. Campteilnahme geehrt wurde.

Daneben übergab auf dem Camp Ralf das Amt des GASSette-Redakteurs an Carolin Buchheim und Timm Christmann.

In der Zeit bis zum Camp über Himmelfahrt in Uslar, erblickte dann die Homepage von GASS Germany das Licht der Welt. Als einfache Quelle für Information sollte sie dienen – auf dem Camp wurde sie auf einem mitgebrachten Computer präsentiert.

Damit sind wir auch schon mitten im Camp in Uslar, welches Christoph Stehncken in seiner Heimatstadt organisierte. Es war ein sehr gut organisiertes Camp – was sonst soll man von Christoph erwarten? Besondere Attraktion der Stadt ist ein Schmetterlingspark, den wir natürlich besuchten – viele von uns hatten das vorher sicher nicht gesehen, auch wenn mir dieses Falter nicht so ganz geheuer sind. Im Rückblick ein Highlight des Campprogrammes waren die „paramilitärischen Aktionen“, die sich Christoph ausgedacht hatte. Im naheliegenden Forst wurden wir in vier Gruppen aufgeteilt und es galt den eigenen Schatz zu verteidigen und den der „Gegner“ mit Taktik, Geschick und notfalls Gewalt zu finden und erbeuten.

Auf dem Camp wurde der „Rat der Zehncamper“ gegründet, Gründungsmitglieder waren Stefan Lambach (26 Camps), Sven Macdonald (14), Henrik Moritz (12), Titus Barsch (11) sowie uns – Georg und Hardy – als nächsten Anwärtern (9 Camps). Dieser Rat verfasste dann auch eine Deklaration, mit so zeitlosen Forderungen wie „Die Bettruhe der AltGASSies ist heilig.“ Oder „Ein AltGASSie ohne Flüssigkeitsreserve in der Gegenwart eines Stipendiaten ist ein Grund für die nachträgliche Aberkennung des Stipendiums.“ Ein großes Lob hat sich Christoph auf diesem Camp aber auch damit verdient, den örtlichen Fußballplatz für uns zu organisieren und ihn damit endlich seiner eigentlichen Bestimmung zuzuführen: dem Footie-Spiel! Mit zwei wirklich großen Mannschaften konnten dabei sehr viele GASSies all ihr Können zur Schau tragen.

Auch Wahlen standen wieder auf der Tagesordnung: Christoph (Austausch 1995) wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden und Hardy zum Kassenwart gewählt. Was brachte die MV sonst? Georg forderte uns auf, weiter nach potentiellen Bewerbern Ausschau zu halten, besonders in den neuen Ländern waren wir weiter schwach vertreten. Das lag sicher an der Mund-zu-Mund-Propaganda auf die wir uns weitgehend verließen, war aber insofern ärgerlich, als der australische Botschafter in Deutschland fünf Stipendien an Schüler aus den neuen Ländern vergeben wollte, wir aber selbst diese Zahl zeitweise nicht erreichten. Für das Austauschjahr 97/98 kamen dann aber immerhin schon ein Viertel der Bewerbungen aus den Ländern von Mecklenburg bis Sachsen!

Darüber hinaus wurde auf dieser MV wohl erstmals der Gedanke an gesonderte GASS-Ferien während der Sommerzeit für die daheimgelassenen Alt-GASSies ausgesprochen. Bis heute geistert dieser Gedanke und Wunsch durch manche GASSie-Köpfe und wer weiß, vielleicht wird es ja tatsächlich noch einmal was, mit einer Segeltour oder etwas ähnlichem.

Anfang des Jahres 1998 trafen wir uns dann erneut sehr zahlreich (bis zu 110 GASSies) in Weimar, wo wir auch auf zwei Herbergen verteilt werden mußten. Das Wintercamp wurde organisiert von Anna May, Britta Krause und Carolin Buchheim. Im Jahr bevor Weimar Kulturhauptstadt Europas sein sollte, trafen wir uns in dieser sehr geschichtsträchtigen Stadt, die noch an allen Ecken und Enden für das oben erwähnte Ereignis vorbereitet wurde. Neben der Stadtführung und Besuch im Goethe-Haus sowie dem Schloß hatten wir alle die Möglichkeit, auf eigene Faust weitere Museen zu  besuchen, sei es Bauhaus-Museum, Goethes Gartenhaus oder Schillermuseum.

Besonderer Programmpunkt war der Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald. Das unwirtliche Wetter mit Kälte und heftigem Wind tat sein übriges, um diesen Ort des Grauens in Erinnerung zu behalten. Wir hatten die Möglichkeit, einen erschreckend-bewegenden Dokumentarfilm zu sehen, sowie Zeit in dem angegliederten Museum mit allerhand interessanten gleichsam erschütternden Ausstellungsstücken zu verbringen.

Der Bürgermeisterbesuch bot etwas besonders, das Rathaus war endlich einmal standesgemäß mit großen Fahnen Deutschlands, Australiens und Neuseelands geschmückt, was Weimar natürlich deutlich Pluspunkte einbrachte.

Das folgende Camp brachte insofern etwas Neues, als in Hannoversch Münden erstmals der Förderkreis auf einem GASS-Camp zahlreich vertreten war. Der von manchem als problematisch betrachtete Übergang von GASS zum ANF könnte wohl so erleichtert werden, sind die ANF-ler doch auch „nur“ alte GASSies – und man muß sie auch nicht „Sie“-zen, was Toby Meyer aber prompt widerfuhr.

Organisiert wurde das Camp von Didi Harm und Georg, quasi ein Abschiedsgeschenk von ihm. Denn auf der Mitgliederversammlung haben wir mit Carolin Buchheim (Austausch 1996) seine Nachfolgerin gewählt, die sich in einer sehr spannenden Abstimmung gegen Imke Winzer knapp durchsetzen konnte.

Was stand sonst auf dem Programm? Eine Stadtführung mit einem besonders kernigen Stadtführer, der ebensolche Sprüche brachte. Er war mit Herzblut dabei, uns die Besonderheiten der Häuser der ‚Rennesanx’ nahezubringen, was aber wie bei so vielen Führungen unter uns GASSies auf wenig Gegenliebe stieß. Zu groß war wohl auch bei diesem Mal die Erschöpfung nach einer langen Nacht ... Außerdem stand der Bürgermeisterbesuch, eine Schiffstour auf Fulda und Weser sowie eine Wanderung zur Tillyschanze auf dem Programm. Und natürlich haben wir in Hann.Münden wieder Footie gespielt.

Ich denke es war dieses Camp, auf dem etwas begonnen wurde, was einige Jahre bestand haben sollte, nämlich die Stadtrallye. In Gruppen eingeteilt, galt es, Aufgaben in der ganzen Stadt zu lösen. Meist bedeutete das, Passanten zum Mitsingen oder -tanzen zu bringen, irgendwelchen japanischen Reisegruppen Kiwis zu vollkommen überzogenen Preisen anzudrehen (so haben wir tatsächlich eine komplette Rallye finanzieren können!). Ein Dauerbrenner sollte die Kleiderkette werden.

Neben dem Kiwiverkauf wurde die GASS-Kasse in Hann.Münden auch noch durch eine Auktion von allerlei altem GASS-Überbleibseln aufgebessert. So wechselten Sweat-Shirts und T-Shirts in Größe XS für knapp 20 Mark den Besitzer, Aufkleber und selbst alte Kartons wurden schließlich versteigert – Gesamterlös 200 Mark. Damit war der Weg frei für den Druck neuer Hemden, was wir auf der Mitgliederversammlung dann auch beschlossen – wir entschieden uns für ein Uli Stein Motiv, welches allerdings aus Urheberrechtsgründen kurzerhand abgemalt werden musste. Oliver Siebenmarck, der auf diesem Camp nach Jahren auch den Versand der GASSette von Jan Hackemann übernahm, organisierte das Herstellen der T-Shirts.

Die Finanzen von GASS sahen zu diesem Zeitpunkt insgesamt recht ordentlich und solide aus. Mahnungen haben wir regelmäßig verschickt, auch um die ‚Karteileichen’ loszuwerden und um die Adressenliste von ca. 200 Mitgliedern aktuell zu halten. Leider verschlechterte sich die Situation der GDANSA zusehends. Nicht zuletzt deshalb wurde ja im Oktober 1993 der ANF gegründet, konnten die alten GASSies damals doch noch nicht Mitglied der GDANSA werden. Letzteres änderte sich aber, so dass der ANF quasi überflüssig wurde. Um sich die rechtlich umständliche Verschmelzung zu ersparen, beschloß der ANF schließlich am Totensonntag 1998 seine Auflösung, alle Mitglieder wurden aufgefordert nunmehr der GDANSA beizutreten. Dort sollten dann die Alt-GASSies die Funktionen übernehmen.

Für den Austausch änderte sich in dieser Zeit aber weiteres: Die Hamburg-Süd (dort maßgeblich Frau Scharfenberg und Herr Liebetruth) beendete die Tätigkeit als Geschäftsstelle für unseren Austausch, diese Aufgabe übernahm ab Mitte 1998 der Australien-Neuseeland-Verein in Hamburg, mit dem ANV-Geschäftsführer Herrn Niedermarck und Frau Hackmack. Und so trafen im September dann auch Carolin, Hardy, Alex Blomfield (NSW) und Toby Meyer mit Herrn Niedermarck in Hamburg zum matching zusammen.

Carolin hat – was keinerlei Kritik an ihren Vorgängern sein soll – viel Schwung mit in ihr Amt gebracht. So versuchte sie einige Ideen von GASS aus Australien zu übernehmen und so die Betreuung der Stipendiaten weiter auszubauen. Auch wenn wir nicht alles umgesetzt haben oder manches wieder eingeschlafen ist, so hatte Carolin sicher als Präsidentin einen besonders guten Draht zu den Stipendiaten sowohl aus Deutschland als auch aus Übersee, was ihnen das Einleben wohl erleichterte.

Das folgende Wintercamp wurde von Imke Winzer aus Rastede und Anna May aus Hamburg organisiert wurde. Beide waren zur Vorbereitung eigens ein Wochenende nach Bamberg gefahren und hatten dann folgendes Programm auf die Beine gestellt: Nach dem Eintrudeln aller GASSies begannen die ‚üblichen’ Kennenlernspielchen. In den nächsten Tagen wurden wir durch die Stadt geführt, vom Bürgermeister empfangen und griffen die Idee der Rallye erneut auf. Besonders passend für ein GASS-Camp war natürlich der Besuch des örtlichen Brauereimuseums. Bamberg haben wir zeitweise auch verlassen, denn wir machten eine Exkursion nach Coburg (wobei uns dort unsere Bamberger Fremdenführer mit Unterstützung ihrer mitgebrachten Spickzettel von den Reizen der Stadt erzählten) und Vierzehnheiligen.

Ein abendlicher Höhepunkt dieses Camps waren wohl die Versuche von Christoph Rahn, aus GASS eine Hitfabrik zu machen. Zum Hit außerhalb unseres Clubs hat es nicht ganz gereicht, aber das Anstimmen von ‚Bam-BaBamberg’, ‚Zisch’ und ‚Aahhh’ wird allen Teilnehmern sicher in Erinnerung sein.

Der Abschlussabend stand ganz Annas Nachnamen folgend unter dem Motto ‚Karl May’ und so zogen denn auch Cowboys, Indianer, der Schatz und der Silbersee sowie Kreidefelsen von Bad Segeberg in den Partyraum ein. Und so war es wohl dieses Camp, auf dem erstmals deutsche Awards für den sexiest dancer, best couple, daggiest dancer und so weiter verliehen wurden.

Im Frühjahr 1999 übergaben Carolin und Timm die Redaktion an Oliver Siebenmarck und Melanie Holtz.

Unmittelbar vor dem Himmelfahrtstreffen fand in Hamburg die Mitgliederversammlung der GDANSA statt, auf der der Vorstand von 3 auf 9 Mitgliedern erweitert wurde, so dass ihm von nun an aktiv etliche Ehemalige angehören, wovon wir uns eine erfolgreiche Arbeit für die kommende Zeit versprechen. Aus Hamburg reisten dann einige GASSies und GDANSAs direkt weiter zum Camp.

Das Sommercamp organisierten Oliver und Timm und es fand in Jever statt, man könnte unterstellen, dass GASSies, wenn das Bier nicht zu ihnen kommet, eben einfach zum Bier gehen... Und so stand auch auf diesem Camp ein Besuch des Brauereimuseums auf dem Programm, die Brauereiführungen waren leider ausgebucht. Neben der Stadtdführung und dem Besuch des Schlosses wurden wir vom Bürgermeister zu einer Tasse Tee eingeladen – inklusive der Erklärung wie man auf friesische Art authentisch Tee trinkt.

Und was hatte die nahe Nordseeküste sonst noch zu bieten? Richtig, den Strand und den konnten wir bei diesem Camp richtig genießen. Die Rallye wurde dorthin verlegt und es galt mehr die Geschicklichkeit unter Beweis zu stellen und außerdem spielten wir am Strand eine erste Partie Footy. Wenige Wagemutige trauten sich sogar ins Wasser.

Einen üblen Scherz haben wir uns ausgeführt von Toby Meyer als ‚Vertreter’ der GDANSA mit den Stipendiaten geleistet. Wir verbreiteten, dass aufgrund der Finanzmisere ein Stipendium des laufenden Jahres gestrichen würde und am Ende jenen Camps die Entscheidung fallen werde. Das brachte gewaltige Unruhe in die Runde, so dass wir dieses Speielchen am folgenden Tag bald beendeten. Bevor wir ein weiteres Footy-Match spielen konnten, stand die Mitgliederversammlung auf dem Programm. Neben den üblichen Berichten wählten wir die stellvertretenden Vorstandsmitglieder. Christoph trat nicht wieder an, Ellen Funch (Austausch 1998) wurde zu seiner Nachfolgerin. Hardy wurde im Amt bestätigt. Carolin schlug ein Tutorensystem zur engeren Betreuung der Stipendiaten durch Ehemalige vor, welches sich so recht aber nicht durchsetzte. Beigetragen hat dieser Vorschlag aber wohl dazu, als Ersatz für den vor einiger Zeit weggefallenen Regionaltag in Hamburg (mit Besuch des Weihnachtsmärchens) in kleinerem Rahmen Treffen in verschiedenen Städten/Regionen mit mehreren GASSies zu organisieren. Timm Christmann organisiserte sowohl 1999 (mit Thomas Zink) als auch 2000 (mit Sylvia Kramer) ein solches Treffen in Hamburg.

Obwohl er nicht mehr im Vorstand war, hatte ein großer Teil des Jahrganges 2000 Christoph die Teilnahme zu verdanken. Er hatte nämlich im Vorjahr in einer einmaligen Aktion an seinem Studienort Dresden die dortige ‚Sächsische Zeitung’ gebeten, eine kurze Information über unseren Austausch zu veröffentlichen. Daraufhin war er es, der ca. 70 Mal Bewerbungsunterlagen verschickte und wohl fast die Hälfte aller Bewerber für jenes Jahr stammten aus der Dresdner Umgebung. Nachdem wir zuvor vor allem im Norden gesamtdeutsch wurde, war hiermit wohl auch der Schritt im Süden vollzogen – sehr schön.

Hartwig lernte die meisten sächsischen Stipis und Gasteltern bei einem gemeinsam organisierten Treffen auf der Burg Königstein nahe Dresden kennen und kann unter den GASSies nur weiter werben, auch zukünftig zu versuchen, die neuen Stipis, evtl. deren Eltern und Ehemalige zusammenzubringen. Plant einen unkomplizierten Regionaltag, wartet nicht darauf, dass alles vom Vorstand veranlasst wird.

Und so fanden sich denn auch einige Sachsen neben all den anderen GASSies Anfang Januar 2000 in Rothenburg ob der Tauber ein, wo Ellen gemeinsam mit Katrin Merhof das Wintercamp organisiert hatte. Rothenburg gilt als eine der schönsten Städte Deutschland, ein Urteil, dass wir nur bestätigen können. So war es nicht besonders verwunderlich, dass die am Tage stattfindenden Besichtigungen einer Gruppe von GASSies nicht ausreichten und diese sich entschloß, jede Nacht mit einem Gang über die 4 km lange, mittelalterliche Stadtmauer zu beschließen. Die hieraus resultierenden Lärmbelästigungen im Umfeld der Jugendherberge, einige Unstimmigkeiten mit den dort beschäftigten Zivildienstleistenden und der hieraus resultierende Ärger, ließen Ellen und Katrin in ihrer Phantasie bestimmt schon einige Folterwerkzeugen, die im Rothenburger Kriminalmuseum zu bestaunen sind, an manchen bösen Buben ausprobieren.

Eigentlich aber war es jedoch ein sehr heiteres Camp. Insbesondere die Besichtigung einer genossenschaftlichen Winzerei und die tolle Stadtrallye, bei der die Hauptaufgabe darin bestand, möglichst viele japanische Touristen zu zählen, sind den Teilnehmern in guter Erinnerung geblieben. Die besondere Qualität dieser Rallye wurde sogar vom Fernsehen gewürdigt. So kam es, dass ein Mundharmonika spielender Georg samt zugehöriger, wild auf dem Marktplatz tanzender Rallye-Gruppe von übereifrigen Kameraleuten gefilmt wurde und wenige Wochen später im Kinderkanal durch die deutschen Wohnzimmer flimmerte.

Im Frühjahr des Jahres 2000 war es, als GASS Germany im Internet einen weiteren Schritt nach vorne tat – ab März war die Adresse www.GASS-Germany.de online und bereits seit Ende 1998 waren auf der Homepage Photos von GASS-Camps zu sehen, einige Artikel der GASSette zu lesen. Nun kam auch das Gästebuch hinzu.

Nachdem die vergangenen zwei Camp jeweils in etwas entlegeneren Teilen der Republik stattfanden, kamen wir GASSies rund um Himmelfahrt 2000 in Nottuln nahe Münster zusammen. Organisiert von Janna Rademacher und Thilo Schaller verbrachten wir dort ein sehr schönes Camp. Die beiden Organisatoren waren es auch, die uns durch den Ort führten, dabei immer wieder auf die vielfache Verwendung des Baumberger Sandsteins hinwiesen und auch andere Fakten zu berichten wussten. Und um diesen Sandsteinen weiter auf den Grund zu gehen, schloß sich eine Wanderung durch eben jene Baumberge an, wo wir in Ahnlehnung an das Uslar-Camp wieder unsere paramilitärischen Neigungen bei Waldspielen ausleben konnten. Als Abschluß dieses Tages hatten Janna und Thilo eine Hütte im Wald organisiert, wo wir neben dem Abendbrot auch ein Lagerfeuer hatten und anschließend von Freunden der beiden per Auto in die Herberge zurückgefahren wurden.

Neben Bürgermeisterbesuch und Stipiseminar  wurden auch auf diesem Camp, wie seit einiger Zeit ‚üblich’ Dias gezeigt, von prima Musik untermalt. Nachdem in vorigen Jahren die Familie Moritz und Timm Christmann ihre Bilder vorbereiteten, war es bei diesem Camp Raphael John.

Der abschließende Tag hatte neben der Mitgliederversammlung noch eine Planwagenfahrt (inklusive Bierkästen an Bord – wie sich versteht) und natürlich das Footy-Match zu bieten, bevor wir den letzten Abend unter dem Motto ‚Wildnis vor unserer Haustür’ verbrachten.

Die Mitgliederversammlung brachte eine Veränderung an der Spitze unseres Vereins: Benina Majunke (Jahrgang 1997) wurde zu Carolins Nachfolgerin gewählt, womit endlich einmal keine Juristen mehr im Vorstand von GASS vertreten waren, sondern mit Benina eine Medizinerin dem Club vorsteht. Außerdem bekam die GASSette auf der MV eine neue Redaktion, da Oliver aus Zeitgründen die Verantwortung abgab – Melanie allerdings weiterhin den Druck und den Versand organisieren wird. Raphael John und Christopher Hüsgen (beide Jahrgang 1999) erklärten sich bereit, sich zukünftig um die GASSette zu kümmern.

Das Camp habe ich als sehr entspannend in Erinnerung, weniger von Besichtigungen geprägt, sondern vielmehr von der Möglichkeit in freier Zeit wie auf den Wanderungen mit wirklich vielen GASSies Zeit zu verbringen.

Waren die finanziellen Probleme in den vergangenen Jahren immer noch verhältnismäßig glimpflich für die Zahl der Stipendien ausgegangen, so war der Austauschjahrgang 2001 leider wirklich schon etwas dezimierter. Nur 24 Schüler konnten die Reise nach Australien bzw. Neuseeland antreten (nach 27 bzw. 30 in den Vorjahren) – und dieses auch nur dank einer einmaligen Spendenaktion verschiedener Unternehmen zugunsten der GDANSA.

Und so waren es dann auch nur rund 80 GASSies, die sich im Winter des Jahres 2001 in Monschau (wo das Camp nach 1987 und 1994 zum dritten Male stattfand) einfanden. Von Felix Strenger und Christoph Rahn wurde dieses Camp geplant und umgesetzt. Premiere feierte auf diesem Camp (eigentlich natürlich danach) die GASS-Photo-CD. Christopher lief mit einer Digitalkamera herum und hat so allerhand unterhaltsames für die Nach-Camp-Phase zusammengestellt und ganz nebenbei den Überschuß der GASS-Kasse gestiftet.

Neben dem Bürgermeister wollten wir eigentlich auch ein altes Bergwerk besuchen. Das musste allerdings ausfallen, da selbiges nach tagelangem Regen unter Wasser stand und so haben Felix und Christoph kurzerhand entschieden, mit der ganzen Gruppe zum Schlittschuhlaufen zu gehen.

Das Berlincamp der Stipis wurde auch in diesem Jahr wieder von Holger Giese organisiert. Neben ihm waren für die GDANSA auch Sven Macdonald und für GASS Janna Rademacher dabei, so dass diese Tage voller Programm wieder ein Erfolg waren.

Über Himmelfahrt organisierten Witigo von Schönfels und Hanno Rademacher ein schönes Camp in Hameln. Es war wieder ein sehr entspanntes Camp, so dass viel Zeit neben dem Programm blieb. Wir wurden von der Bürgermeisterin empfangen, machten eine Bootstour auf der Weser, eine Stadtführung (ein herzliches Dankeschön an die Stadtführerin Anna-Katharina Schnell – die uns die wesentliche Merkmale der Weserrenaissence nahebrachte) und spielten natürlich Footy. All das ist wieder auf einer Photo-CD von Christopher festgehalten, mögen sich weiterhin Freiwillige finden, die diese Arbeit übernehmen. Parallel zum Stipiseminar unternahmen die übrigen GASSies alles, um möglichst schnell aus dem Freibad herausgeschmissen zu werden. Was erfolgreich zu beginnen schien, scheiterte dann aber doch...

Schon am Vorabend der Mitgliederversammlung sammelten sich in Hameln einige GASSies, um über die bedrohliche Lage der GDANSA und mögliche Lösungen zu diskutieren. Als Ergebnis dessen haben wir auf der Mitgliederversammlung ein „Positionspapier“ von GASS vorgestellt, welches wir der GDANSA übergeben haben, in der Hoffnung einen Teil zum Überleben des Austausches beitragen zu können. Weiter unten etwas mehr dazu.

Die Mitgliederversammlung haben wir genutzt, um die Satzung geringfügig zu ändern, was maßgeblich aus Unklarheiten auf der vorangegangenen MV resultierte. Die entscheidende Änderung betraf den Wahlmodus des Vorstandes. Und nach diesem Modus haben wir dann auch die neuen Stellvertreter gewählt. Anne Samoski (Jahrgang 2000) wurde Ellens Nachfolgerin, Felix Strenger (Jahrgang 1998) wurde zum neuen Kassenwart. Der wird ab dem Jahr 2002 dann erstmals über Mitgliedsbeiträge in Euro verfügen können, was wir gleich zum Anlaß genommen haben, sieben Jahre nach der letzten Erhöhung, den Beitrag auf € 20,- anzupassen.

War es auf vergangenen Camps manches Mal zu Unstimmigkeiten mit den Herbergseltern gekommen, so konnte den Gastvater in Hameln offensichtlich nicht einmal eine Polizeistreife am ersten Abend sowie der gerade noch verhinderte Feuerwehreinsatz nach dem Öffnen eines Notausganges aus der Ruhe bringen. Vielmehr kam er am zweiten Abend selbst mächtig voll um 5 Uhr morgens heim und traf noch auf drei unerschütterliche GASSies, die ihm prompt ein Bier anboten. Als er merkte, dass dieses mittlerweile schon recht warm war, bot er uns an, zukünftig die Kästen im Kühlraum der Jugendherberge unterzustellen. Es geht doch!

Anfang Juli fand in Hamburg die MV der GDANSA statt, zu der auch sechs bis acht aktive GASSies und Neu-GDANSA-Mitglieder reisten. Neben dem sicher auch sehr unterhaltsamen Wochenende (Dank noch mal an Anna May, bei deren Eltern wir alle in der zweiten Nacht unterkamen), stand die Zukunft unseres Austausches auf dem Programm. Erstmals war auch ein Vater eines Ehemaligen als GDANSA-Mitglied anwesend. Kurz vor dem Camp hatten wir im Namen der GDANSA eine entsprechende Werbeaktion angeleiert.

Neben der immerwährenden Problem der knapper werdenden Finanzmittel müssen wir nach dem angekündigten Ausstieg des ANV eine neue Geschäftsstelle finden. Leider ist auch jetzt im Oktober in dieser Hinsicht noch keine Lösung gefunden. In Hamburg kündigten praktisch alle Anwesenden an, sich weiterhin oder neu für den Austausch engagieren zu wollen. Aufgaben wurden verteilt, wollen wir hoffen, dass die Hamburger Euphorie zumindest etwas anhält.

So schließen wir hiermit unseren Überblick über die jüngsten Jahre der GASS-Geschichte ab, verbunden mit der Hoffnung und Überzeugung, dass es auch in Zukunft GASS-Camps und neue Stipendiaten geben wird und wer weiß, vielleicht ja eines Tages auch noch einen GASS-Sommerurlaub, ob nun als Segeltörn auf der Nordsee oder rund um die Whitsunday Islands...

San Diego/Landshut, im Oktober 2001

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Vergangene Camps - chronologisch
Winter 78 KölnSommer 78 Heidelberg
Winter 79 FreiburgSommer 79 Melsungen
Winter 80 MünchenSommer 80 Ettenheim
Winter 81 OsterodeSommer 81 Lorch am Rhein
Winter 82 Lübeck Sommer 82 Passau
Winter 83 Nürnberg Sommer 83 Möhnsee
Winter 84 Schloß GemenSommer 84 Wetzlar
Winter 85 Marburg Sommer 85 Wetzlar
Winter 86 Regensburg Sommer 86 Schatten/Vogelsberg
Winter 87 Monschau Sommer 87 Mayen
Winter 88 Cuxhaven Sommer 88 Aschaffenburg
Winter 89 Wiesbaden Sommer 89 Limburg
Winter 90 Jesteburg Sommer 90 Urfeld/Walcheisee
Winter 91 Burg LichtenbergSommer 91 Nördlingen
Winter 92 Worpswede Sommer 92 Würzburg
Winter 93 Freiburg Sommer 93 Goßlar
Winter 94 Monschau Sommer 94 Schwerin
Winter 95 Münster Sommer 95 Finnentrop/Heggen
Winter 96 Passau Sommer 96 Wittenberg
Winter 97 Lübeck Sommer 97 Uslar
Winter 98 Weimar Sommer 98 Hannoversch-Münden
Winter 99 Bamberg Sommer 99 Jever
Winter 00 Rothenburg a.d. TauberSommer 00 Nottuln
Winter 01 Monschau Sommer 01 Hameln
Winter 02 Dresden Sommer 02 Börger
Winter 03 Aschaffenburg Sommer 03 Baden-Baden
Winter 04 Paderborn Sommer 04 Celle
Winter 05 Wittenberg Sommer 05 Lübeck
Winter 06 Wertheim Sommer 06 Mühlheim an der Ruhr
Winter 07 Berchtesgadener Land Sommer 07 Potsdam
Winter 08 Monschau Sommer 08 Burg Balduinstein
Winter 09 Hameln Sommer 09 PASSAT-Lübeck
Winter 10 Dortmund Sommer 10 Friedrichshafen
Winter 11 Weimar Sommer 11 Offenbach
Winter 12 Bad Honnef Sommer 12 Bad Segeberg
Winter 13 Bad Sachsa Sommer 13 Gengenbach
Winter 14 Northeim Sommer 14 Eckernförde
Winter 15 Lindlar Sommer 15 Neuerburg
Winter 16 Uelzen Sommer 16 Hof
Winter 17 Biedenkopf Sommer 17 Plön

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